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Massenkarambolage und Umweltschutz

Der_Vorsitzende

Im Vorfeld der 48. Bundestagung des EAK zum Thema „Unsere Schöpfungsverantwortung“ erklärt der Vorsitzende des EAK-Bezirksverbands Niederrhein, Dr. Jürgen Plöhn, angesichts der verheerenden Auffahrunfälle in einem Sandsturm am 8. April 2011 auf der Autobahn A 19:

Zu DDR-Zeiten sind in Mecklenburg die für Norddeutschland typischen traditionellen „Knicks“, also mit Bäumen und Büschen bewachsene Erdwälle zwischen den Wiesen und Feldern, auf Geheiß der SED eingeebnet worden. Ziel der Maßnahme war es, das Land leichter mit Großgerät bearbeitbar zu machen. Dieses Vorgehen ist nicht nur mit Blick auf Flora und Fauna ein schwerer Fehler gewesen. Sie hat auch eine Bodenerosion ermöglicht, der unsere Vorfahren vor Jahrhunderten wirksam Einhalt geboten hatten. Daher ist dringend zu fordern, zur Sicherung der Bodenkrume gegen Erosion, zur Sicherung des Verkehrs gegen erodierten Staub und zur Vergrößerung der Habitate für diverse einheimische Tier- und Pflanzenarten die Felder im Norden der Neuen Länder wieder in traditioneller Weise mit Hecken und bewachsenen Erdwällen zu parzellieren, wie sie im benachbarten Osten Schleswig-Holsteins bis heute zu finden sind.

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